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Das Bild "Anastasis" - Abstieg in den Tod und gleichzeitig Auferstehung vom Tod - ist das Osterbild der Ostkirche. Solche Bilder sind mehr als nur "Bild". Sie sind "Fenster zur Ewigkeit", erinnern an die lebendige Gegenwart dessen, der in solcher Malerei dargestellt ist. Hier: Christus, der in seinem Tod hinabsteigt in das Reich des Todes. Alle Schlösser und Riegel zerbricht er. Er allein hat "die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt" (Offb 1,18). Er ist selber der Schlüssel zum Leben. Unter den Füßen des Herrn zerfällt das Tor des Todes, das "Höllentor". Der Beherrscher der Unterwelt, Hades, liegt gefesselt, besiegt am Boden. Die Macht des Todes ist zu Ende. Alle Angst ist überwunden; denn in die dunkle Felsenschlucht, die Nacht des Unerlöstseins, fällt das Licht des Auferstandenen.
Seine Gestalt ist überwältigend, umstrahlt von einer lichtvollen, sternenübersäten Mandorla, Hinweis auf die Größe und Herrlichkeit Gottes. Rettend ergreift er Adam und Eva, ergreift in ihnen - alle Menschen. Er stirbt also nicht für sich allein. Er stirbt "für uns" und "für alle". Sein Tod überwindet auch unseren Tod. Er zieht uns hinauf in sein Licht. Er nimmt uns mit in sein Reich. "Niemand wird sie meiner Hand entreißen." Der lebendige Faltenwurf und das Wehen des Obergewandes deuten auf das kraft- volle Wirken des Heiligen Geistes. Gottes Geist nimmt alle Angst. Gottes Geist macht Tote lebendig. Links oben zeigt Johannes der Täufer bewegt auf Jesus, den Erlöser der Welt. ER ist unsere Hoffnung. ER ist unsere Auferstehung. ER ist unser Leben für immer.
Jesus, ich habe manchmal Angst vor den Mächten des Bösen, vor den Untiefen meiner Seele, Angst auch vor dem Sterben. Du kennst diese Angst. Du hast sie durchlitten und siegreich überwunden auch für uns. Ich bitte dich, ergreife mich mit deiner starken Hand und zieh mich in dein Licht, in den Bann deiner Liebe jetzt und für immer.