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Das Emmausbild ist ein Detail aus dem Rosenberger Flügelaltar von S. Köder. Das Bild deutet an: Dem Jünger gehen eben die Augen auf. Er erkennt staunend: Jesus lebt! Nun dankt er Gott für das Wort des Lebens und für das Mahl der Liebe, lädt ein zum Mitbeten: – Gott, der Jünger von Emmaus ist ein erwartungsvoll zu dir und Jesus aufschauender Mensch. Sein Blick richtet sich nach „oben“, bleibt nicht am Boden haften. Er glaubt und vertraut dir, auch in der Krise, in der Nacht. – Dieser österliche Mensch weiß sich von dir, Gott, unendlich geliebt. Der Gebetsschal erinnert an Psalm 139: „Du umschließt mich von allen Seiten.“ Der so von dir Umfangene, Geliebte, möchte künftig lieben wie du. Denn „ohne die Liebe nützte alles nichts“.
Der österliche Mensch ist der, mit dem du, Gott, ins Gespräch kommen möchtest. Doch hören wir heute noch deine Stimme – in der Bibel, in der Schöpfung, in der Geschichte, im Leben? Oder geht es uns wie den unverständigen Emmausjüngern? – Gott, der österliche Mensch ist ein zutiefst betender Mensch. Er bittet dich: „Bleibe bei uns!“ Er möchte dir aufrichtig alles sagen, was sein Herz bewegt und belastet. – Und der Emmausjünger erfährt: Er ist ein durch und durch Empfangender. Paulus sagt klar: „Was hast du, das du nicht empfangen hast?“ Alles Gute ist Geschenk, deine Gnade. – Nicht zuletzt ist der österliche Mensch ein dankender, dich Gott lobpreisender. Ob wir Christen uns nicht fragen müssen: Sind wir denn noch wirklich Dankende? Du, Gott, bist auf Dank nicht angewiesen. Uns aber könnte Dank heilen, verwandeln.
Gott, ich danke dir für das Leben hier auf dieser Erde und für die Hoffnung auf ewige Zukunft. Ich danke dir für dein Immer-Dasein und deine große Geduld mit uns. Ich danke dir für alle Menschen, die wahre Engel für mich sind. Ich danke für die Gnade des Glaubens, für Zeugen und Vorbilder des Glaubens und für die Gemeinschaft der Kirche. Ich glaube und vertraue dir, Gott. Du gibst meinem Leben Halt und Sinn. Ich lege alles in deine Hand. Danke, Gott, für die Tage, die mir von dir noch geschenkt sind.