Der Formular-Verlag ist nun bei Theobuch in Rottenburg angesiedelt, wo sich wie gewohnt Frau Hildegard Fahrner um Ihre Wünsche kümmern wird. Zum Formularverlag
Wie eine Ikone wirkt Andreas Felgers Bild: In symbolischer Verdichtung tritt Göttliches in Erscheinung und verbirgt sich zugleich. Goldenes Brot, Lebensnahrung von unermesslichem Wert, liegt auf einem Tisch. Und dieser Tisch, einladend für alle, ist wie eine Ahnung von Himmel, Öffnung für ein Licht von oben in unsere Gegenwart herein, "Lebendiges Brot, das vom Himmel herabgekommen ist" (Joh 6,51), erhellendes Wort, das vom Himmel herabgekommen ist und uns im Innersten anspricht und betrifft. Herabkunft des ganz Anderen in die Mitte unserer irdischen Existenz, in die dunkle Tiefe unserer Erdverhaftetheit, unserer Angst, unseres Todes, auch in die diffusen Verschattungen unseres tagtäglichen Lebens. Es kann unsere Hoffnung aufkeimen lassen wie frisches, fruchtbares Grün und will uns für eine neue Freiheit öffnen.
Das Brot ist zerbrochen, geteilt für alle. Es versinnbildlicht Anteilnahme an der Gebrochenheit unseres Lebens. Es bedeutet nicht heile Welt, vergoldetes Diesseits. Aber es weist hin auf eine verborgene Gegenwart. Es ist Aufscheinen, Vorschein eines heilen, befreiten Lebens. Es ist im Geheimnis verhüllte Anwesenheit eines göttlichen Du, das sich zerbrechen lässt, das sich teilen und verteilen lässt, um mitten in unserem zerbrechlichen und entfremdeten Menschenleben da zu sein, teilzunehmen, zu sammeln, zu versöhnen, zu stärken.
DU, Brot des Lebens, Nahrung, von der wir zehren, Kraft unseres Glaubens, unserer Hoffnung, unserer Liebe. DU, Brot, das wir in Tränen essen, Brot, das wir in Freude teilen, Mahl, das uns eint und versöhnt. DU, Sinn, auf den wir vertrauen, Vorschein erlösten Lebens, Wort, das uns aufrichtet, tröstet und befreit. DU, unser Beginn, unser Ziel, unsere Mitte.