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Zwischen Dornen und Disteln ein Stück Acker, Erinnerung an die Urgeschichte: "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen", also auch vom hell-gelb glänzenden Weizen. Ums notwendige Brot kreist unser ganzes Leben. Darum beten wir im Vaterunser: "Unser tägliches Brot gib uns heute." Aus dem Acker taucht ein altes Pergament auf, ein Stück Altes Testament mit dem geheimnisvollen Gottesnamen: "Ich bin der Ich-bin-da" (Ex 3). Davor im Licht das Buch des Neuen Testaments, die Emmausgeschichte (Lk 24): "Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie wanderten. Jesus stellte sich, als wollte er weitergehen. Sie drängten ihn und sagten:
Bleibe bei uns; denn es will Abend werden." Vom Galgenberg Golgota fällt am Abend des Oster- tages ein sanftes Licht auf den Weg der Jünger - zwischen Schrift lesen und Brot brechen. Brot der Welt und Heilige Schrift zusammen geben das ganz andere Brot, das "Brot des Lebens", die Eucharistie, hier die Hostie. Der Maler wollte die Verwandlung anzeigen vom Samenkorn zum Weizen, zum Brot, das gebrochen wird, wie die Hostie gebrochen wird. Jesus sagte bei seinem Abschied: "Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, bringt es reiche Frucht." Am Rande des Bildes liegt eine kleine Rose, vielleicht Ausdruck des Staunens und Dankens.
Heiliger Vater, Preis und Dank sei dir für das Brot des Lebens. Wie dieses gebrochene Brot einstens in den Weizenkörnern über die Berge hin verstreut war und zusammengebracht zu einem Ganzen wurde, so sammle deine Kirche von den Enden der Erde in dein Reich. Vollende sie in deiner Liebe. Denn dein ist die Ehre und Macht durch Jesus Christus in Ewigkeit. Amen.