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Was der Maler hier darstellt, ist nur schwer in Worte zu fassen. Jesus tut es in einem Gleichnis. Ein Schaf war fortgelaufen und verirrte sich. Unser Bild macht deutlich, daß es im Gestrüpp nicht nur von seiner Wolle lassen mußte, sondern auch Blut verlor. Allein in der Ferne hätte es wohl kaum überlebt. Aber da gibt es den guten, wunderbaren Hirten. Jesus schildert damit Gott und sich selbst. Er bleibt dem Verlorenen immer auf der Spur, geht ihm nach bis zum Rande des Abgrunds. Keine Sekunde gibt er auf, im Gegenteil: Er sucht - und versucht alles mit dem Menschen, bis dieser sich freiwillig - finden und lieben läßt.
Und so beschreibt Jesus das Unbeschreibliche: "Voll Freude nimmt er den Verlorenen auf seine Schultern", nimmt ihn fest in seine Hand. Wenn wir selber nicht mehr laufen können, dann trägt uns Gott durch die Wüste und Nacht. Und hinter allem Leid geht die Sonne auf. Die Glut ihrer Liebe erfaßt Erde und Mensch. Und Gott freut sich und möchte seine Freude teilen: "Er ruft seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt: Freut euch mit mir!" Freut euch! Und die ganze Schöpfung freut sich mit: die Blumen und Tiere, die Sonne, der Mensch. Zwei aber - sind ein Auge und ein Herz: der gute Hirt - und das gefundene Schaf, der liebende Gott - und der geliebte Mensch.
Jesus, du guter Hirt. Du schenkst mir Vertrauen und Freiheit. Du verlierst mich nie aus dem Auge. Du gehst mir überallhin nach. Und wenn ich am Ende bin, und nicht mehr kann - du holst mich aus allem heraus. Du nimmst mich fest in deine Hand und trägst mich nach Hause. Und deine Liebe - hört niemals auf.