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In den Gerüsten des Turms zu Babel sitzen Menschen im Dunkel, isoliert. Sie wollten einst bis zum Himmel bauen, aber ohne Gott, darum auch ohne Sinn. In der Mitte eine kleine Gemeinde. Sie betet dringend um heiligen Geist. Und er kommt über sie wie ein Feuer. Ängstliche Jünger werden mutige Zeugen. Petrus verkündet: "So spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgießen." Das Evangelium in seinen Händen wird zum Fundament der Kirche Christi. Nach oben wird das Haus "katholisch", im wörtlichen Sinn: offen für alle. Drei Zeugen des 20. Jahrhunderts verkünden prophetische Botschaften. Der evangelische Pastor und Märtyrer Dietrich Bonhoeffer mit der Bibel. Er lebte aus der Kraft des Gottes-Wortes. Patriarch Athenagoras verkündet mit der Osterkerze Jesus, den Auferstandenen. Johannes XXIII. öffnet mit einem Konzil
weit die Fenster der Kirche Christi, um allen die Liebe Gottes anzubieten. Pfingsten ereignet sich immer, oder es hat seine Kraft, seinen Sinn verloren. Die obere Etage macht Mut: Mit dem Christus-Banner zeigten in der Nazizeit viele Jugendliche, wer denn ihr wahrer Führer sei, während die Jugend der Nachkriegszeit "Schalom", Friede auf ihre Transparente schrieb. Sie wollte: Gerechtigkeit für alle Menschen. Weiße und Schwarze vereint, weil alle "im Geist" Schwestern und Brüder sind. Einer hat richtig Spaß an der Kirche: Mit seinem Weihrauchfaß macht er Dampf in einem Haus, in dem es nicht immer nach Geist Gottes "riecht". Das wichtigste Fenster aber ist für den Maler das oberste, noch leere. Das Bild hört auf, die Zukunft beginnt: Wer wird morgen das Evangelium leben und die Kirche weiterbauen?
Komm, Heiliger Geist, du Geist des Evangeliums und des Gewissens, du Geist des Gebetes und der Diakonie. Komm, Heiliger Geist, du Geist des Erbarmens und der Versöhnung, du Geist der Geschwisterlichkeit und der Toleranz. Komm, Heiliger Geist, du Geist der Freiheit und des Freimutes, du Geist der Gerechtigkeit und des Friedens.