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Tischgemeinschaft für alle, wird sie je möglich sein?
Links oben ein Schwarzer und ein Indio, der mit seiner verwundeten Hand eben ein Stück Brot empfangen hat. Beide schauen dankbar nach "oben", von wo sie Hilfe erwarten und bekommen. Darunter zwei sich Liebende. Sie leben von ihren Zeichen der Zärtlichkeit. Oben rechts eine Frau, die sich sehnt, Liebe zu spüren und Liebe zu zeigen. Der Maler denkt an Maria von Magdala. Unter ihr eine asiatische Frau, die mit einem Kind aufschaut zu dem, der von sich sagt: "Ich bin das Brot des Lebens. Wer davon ißt, wird nicht sterben." Die Frau legt ihre Hand schützend auf die Schulter eines Schwarzen, der lange Hunger und Not erleiden mußte, jetzt aber köstlichen Wein trinkt, den Trank der Unsterblichkeit Jesu.
Keiner hat Hemmung und Angst; denn der Gastgeber dieses Mahles, von dem nur die Hände zu sehen sind, lädt alle an seinen reichgedeckten Tisch, Ausge- grenzte besonders und zuerst. Keinen schließt Jesus aus seiner Tischgemeinschaft aus, auch nicht Sünder. In der Mitte: das Zeichen des Neuen Bundes, das "Geheimnis des Glaubens". Das Gesicht Christi spiegelt sich wider im Kelch, die Hingabe seines Lebens leuchtet auf in den Händen, die durchbohrt sind. Die "Liebe bis zum äußersten" möchte ansteckend wirken wie schon damals die Gabe eines Jungen, der seine fünf Brote und zwei Fische hergab und ein Wunder unter Tau- senden auslöste. Wenn auch wir unsere Gaben bringen, könnte ein Hauch dieser Brotvermehrung und ein Hauch des Regenbogens im Bild auch unter uns spürbar werden.
Jesus, du weißt, was wir brauchen: ein aufmerksames Ohr, einen verstehend Blick, eine heilende Hand, ein ermutigendes Wort, eine zärtliche Geste, ein mitfühlendes Herz. Du schenkst uns alles. Im Brot des Lebens und im Kelch des Heiles schenkst du dich selbst. Daß doch auch wir goßzügig teilen und geben, uns selber geben - wie du.