Der Formular-Verlag ist nun bei Theobuch in Rottenburg angesiedelt, wo sich wie gewohnt Frau Hildegard Fahrner um Ihre Wünsche kümmern wird. Zum Formularverlag
Von „Werken der Barmherzigkeit“ spricht die gesamte Bibel und die frühe Kirche. Es geht um leibliche und geistige Werke ohne den Blick auf lohnende Verdienste. Es ist der Glaube „wirkend in der Liebe“. Köder verweist auf sieben Werke der leiblichen wie geistigen Barmherzigkeit. Denn wirksames Helfen ist kaum möglich ohne Einfühlsamkeit und Zuwendung. Vor uns ein Bild von Not und Liebe. Für Weiße und Schwarze geht es um Brot und Arbeit, mehr noch um Gerechtigkeit. Eine Frau im roten Gewand reicht einem Durstigen ein Glas Wasser. Über ihr blickt eine andere Frau auf den Grund eines Brunnens (Joh 4), in dem sie neben sich Jesus erkennt. Sein „lebendiges Wasser“ stillt den inneren Durst, schenkt ewiges Leben. Eine Nonne begleitet Schwerkranke. Jemand öffnet einem Fremden gewagt die Tür, um ihm in der Fremde zu helfen.
Der Gefangene braucht Entgegenkommen und spürbare Hoffnung auf Zukunft. Martin bleibt auch als Bischof ein Freund der Armen, sieht deren Blößen, möchte ihnen ihre Würde wiedergeben. Die Ostersonne überstrahlt die Gräber. Paulus bezeugt: Unsere Toten leben. „Wir werden immer beim Herrn sein. Tröstet einander mit diesen Worten!“ In der Mitte des Bildes das Bild Christi, des Pantokrators, des Allherrschers. Frontal schaut Jesus den Betrachter an und erinnert ihn an die Gerichtsrede, wie sie in Matthäus Kapitel 25 steht. Dort sagt Jesus den unerhörten Satz: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan, das habt ihr mir getan.“ In den Armen und Leidenden schlägt sein Herz. In ihnen leidet auch er. „Geheimnis des Glaubens“: So real ist Jesus in den Hilfsbedürftigen präsent! Sie sind seine Brüder und Schwestern.
Gott, schenk uns ein Herz, das aufmerksam zuhören und Nöte wahrnehmen kann; das sich in andere einfühlt und sie dadurch besser versteht; ein Herz, das zu trösten versucht trotz persönlicher Hilflosigkeit; das segnet, verzeiht und den Frieden sucht. Gott, schenk uns ein Herz, das aufrichtig ist und Zärtlichkeit spüren lässt. Denn „ein Mensch ist so viel Mensch, als er Herz einzusetzen hat und einsetzt. Das heißt, als er liebt.“ (Alfred Delp)